City Trips
Barcelona
Für uns war immer klar, dass wir uns für Barcelona etwas mehr Zeit nehmen wollen. Claudia war bereits 3 Mal in Barcelona und kennt die Stadt daher sehr gut, während es für Timo komplettes Neuland war. Mit dem Bus und der U-Bahn fahren wir bis ins Zentrum, wo die Entdeckungsreise nach einem Kaffee im „Kaffee Zurich“ los geht. Damit auch Timo einen Überblick über die Stadt kriegt steigen wir gleich zu Beginn in das offene Oberdeck des „Hopp On – Hopp Off“ Buses. Mit der roten Linie geht’s in Stopp-&-Go Manier (Verkehr lässt grüßen) vom Zentrum, via Bahnhof auf den Sants-Montjuic und von da über den Hafen bis zum Port Olympic wieder zurück ins Zentrum. Wir sind völlig durchgefroren, als wir am Plaza Catalunya wieder aussteigen. Damit wir rechtzeitig zu der gebuchten Zeit im Park Güell sind, fahren wir mit der U-Bahn bis zur nächstgelegenen Station. Über den anschließenden 15 Minuten Fußweg steil den Berg hoch bis zum Eingang sind wir beide dankbar – endlich wird uns wieder warm. Etwas gemütlicher erkunden wir dann den Park selber mit Hilfe vom Audioguide, welchen wir mit dem Eintritt umsonst bekommen haben. Der Park ist trotz November von vielen Touristen besucht und entsprechend ist es uns auch kaum möglich irgendwo ein Foto ohne Instagramm-getriebene Menschen schießen zu können. Wir versuchen die Geduld zu bewahren und uns für gute Fotos die notwendige Zeit zu nehmen. Vom Hunger getrieben verlassen wir dann aber den Park zu Fuß in Richtung „La Sagrada Familia“. Da es schon etwas später ist und wir noch auf die blaue Linie vom „Hopp On – Hopp Off“ Bus wollen, gibt es zwei Empanadas auf die Hand bevor wir wieder in den Bus einsteigen und den letzten Platz auf dem Dach ergattern. Diese Linie durch den Norden der Stadt gefällt uns beiden sehr gut, trotzdem sind wir froh, als wir wieder am Plaza Catalunya angekommen sind, da uns beiden die Kälte langsam aber sicher zu schaffen macht. Wir spazieren entlang der „Rambla“ zum Mercado Central, wo wir uns einen Kaffee zum Aufwärmen holen. Jetzt ist es aber Zeit für den Hafen, wo es viel zum Gucken gibt – u.a. auch liegt aktuell auch die Megayacht „Raya“ da. Zum Abendessen gibt es eine leckere Pizza am Placa Reial, bevor wir uns auf unseren etwas längeren Nachhauseweg machen.
Nach einer eiskalten Nacht (die Fenster der leeren Camper auf dem Parkplatz sind gefroren) starten wir früh wieder in die Stadt, wo wir im Mercado Central rumschlendern und unser Frühstück zusammensuchen *lecker* Danach geht es gestärkt zur Station vom Teleférico del Puerto Barcelona, welche am Montjuic liegt und uns bereits einen tollen Ausblick über den Hafen liefert. Mit der lustigen Gondel geht es dann über den Hafen bis zum Strand – ein super Rundumblick ist garantiert! Die nächste Sehenswürdigkeit auf der Liste ist (endlich) „La Sagrada Familia“ – Gaudís Meisterwerk. Der Audioguide liefert uns alle notwendigen Informationen zu der sich noch immer im Bau befindenden Kirche. Claudia ist bei jedem Besuch wieder aufs Neue total von diesem Bau fasziniert und auch Timo gefällt was er sieht 😊 In einem (leider enttäuschenden) Tapas Restaurant gibt es Mittagessen, bevor wir uns am Strand ein (teures) Bier gönnen und dafür einen schönen Sonnenuntergang gratis mit dazu kriegen 😊 Nach einem gemütlichen Spaziergang entlang der Rambla bis zum Plaza Catalunya, machen wir uns müde aber glücklich wieder auf den Weg zu unserem Wohnmobil.
Barcelona war toll, aber es ist Zeit weiter zu ziehen.
Valencia
Mit der Bahn fahren wir ins Zentrum von Valencia, wo wir unsere Erkundungstour mit Hilfe von einem Guide aus dem Internet starten. Außer, dass aktuell statt eine Straße eine riesige Baustelle um den Mercado Central führt, sind wir bereits nach kurzer Zeit von der Stadt begeistert. Es herrscht geschäftiges Treiben in den Straßen, die Kaffees haben auf, es sind wenig Touristen unterwegs und die Architektur ist super. In einem kleinen Bistro, welches uns beiden sehr gut gefällt und hauptsächlich von Einheimischen besucht ist, frühstücken wir. Am Plaza del Ayuntamiento wird gerade der Wochenmarkt aufgebaut. Wir steuern aber zuerst das Parlamentsgebäude an, welches umsonst besucht werden kann. Ohne viel nachzudenken gehen wir durch die Sicherheitskontrolle und stehen direkt vor der großen Marmortreppe. Ooooh… Aaaah… staunend steigen wir die Stufen hoch und gehen auf den Balkon, von welchem man einen super Ausblick auf den Platz und die umliegenden Gebäude hat. Noch mehr Oooooh… Aaaah… Nach dem Blick in den Kristall-Saal ist klar, dass dieses Parlamentsgebäude wohl noch viel zu bieten hat – mehrere Ausstellungen, den Parlamentssaal, Gemälde und vieles mehr. Und das gab es alles Umsonst – das ist mal was Neues für uns. Weiter geht es, mehrheitlich mit dem Blick nach oben zu den tollen Gebäuden (nein, die Hundekots übersehen wir deswegen doch nicht), zum Bahnhof. Direkt daneben ist die, nicht mehr aktive, Stierkampfarena. Beides zwei sehr schöne Gebäude. Den Bahnhof schauen wir uns auch von Innen an. Ein sehr sauberer Kopfbahnhof, wo sich nur Leute drin aufhalten sobald ein Zug ankommt oder abfährt. Mitten drin hat es daher auch Platz für eine Renault Ausstellung 😊
Nach dem Bahnhof geht’s zur Post, also genau genommen zum Post- und Telegrafenamt. Ein weiteres Gebäude, welches Valencia zu dem macht was es ist – eine Augenweide für Architekturliebhaber. Ja, dass sehen sogar wir beide, die damit nicht viel am Hut haben (zumindest Claudia nicht 😉). Die Seidenbörse hat leider genau am heutigen Tag zu, wodurch uns ein Highlight von Valencia entgeht. Ganz ganz kurz sind wir enttäuscht, doch da die Gassen von Valencia einfach schön sind, ist das schnell vergessen. Am Plaza de la Virgen trinken wir einen Kaffee und schauen dem Treiben auf dem Platz zu. Die Kathedrale von Valencia schauen wir uns nur von außen an, da für deren Besichtigung leider Eintritt verlangt wird – was uns beiden bei Kirchen zuwider ist. Der sehr berühmte Plaza de la Reina ist leider auch in eine Baustelle umgewandelt worden und so geht’s direkt weiter durch den Stadt-Wachturm Torres de Serranos zum Jardines del Turia. Dies ist ein 9 km langer sehr grüner „Park“ entlang dem Stadtkern von Valencia, welcher bis zu dem „Cuidad de las Artes y de las Ciencias“. Architektonisch befinden wir uns sofort in der Neuzeit – das Kunstmuseum, das Wissenschaftsmuseum, aber auch das Hemisfèric und die Allzweckhalle sind der Hingucker schlichtweg. Im Wasser eingebettet, mit Brücken und Stegen verbunden, einer Palmengarten flankiert – einfach nur Wow 😮
Nach dem Mittagessen in einem nahegelegenen Restaurant geht es dann eine Weile durch ein ganz normales Wohnviertel (das gibt es auch) bis in den Hafen. Abgesehen vom riesigen Frachthafen ist dieser ist definitiv eher klein und unscheinbar. Doch auch hier befinden sich bereits wieder alte und neue schöne Gebäude. Nicht viel weiter und wir stehen am sehr breiten und langen Strand von Valencia, wo direkt neben der Hafenmauer ein ganzer Haufen Surfer im letzten Tageslicht um die besten Wellen kämpfen. Für uns ist damit der Ausflug nach Valencia auch zu Ende und wir entscheiden uns mit der Metro wieder zurück auf den Stellplatz zu fahren. Zum Glück ist unser Stellplatz bei der 2. letzten Station der Bahn, den diese rauscht an unserer Haltestelle einfach vorbei. Zuerst etwas verwirrt stehen wir somit an der Endstation, bis wir realisieren, dass wir eine „Halt-auf-Verlangen“ Station haben und nun einfach warten müssen bis die Bahn wieder in Richtung Stadt losfährt. Diesmal hält die Bahn und wir sind nach 10 Minuten Fußweg müde aber glücklich wieder beim Wohnmobil.
Valencia wird als kleine Schwester von Barcelona bezeichnet, doch uns gefällt Valencia viel besser! Daher; wir kommen wieder!!! Und diesmal mit mehr Zeit!!!
Malaga
In Malaga schlendern wir, noch von Valencia geflasht, anfänglich etwas enttäuscht durch die Gassen. Einzig die Orangenbäume, welche überall in der Stadt wachsen (gepflanzt wurden) finden wir super. Wir entscheiden uns dann aber trotzdem die Acazaba Festung, sowie die Gibralfaro Burg zu besichtigen. Keine Ahnung von Nichts haben wir, als wir in die Festung eintreten und uns die ersten Stationen vom Audioguide anhören. Als wir ca. 2 h später wieder aus der Festung raus laufen, sind wir ziemlich beeindruckt. Dass Malaga eine solche Festung hat und was sich darin alles verbirgt, damit haben wir nicht gerechnet. Nach einem leckeren Mittagessen direkt neben der Festung nehmen wir den Weg auf den Berg zur Burg Gibralfaro in Angriff. Direkt vor dem Eingang wird Claudia von einer Taube angeschissen, welche zum Glück keinen Volltreffer gelandet hat – nette Begrüßung würd ich sagen… Gibralfaro ist im Vergleich zur Festung selbst sehr klein, doch man kann über die ganze Wehrmauer gehen, was einem einen super Blick über ganz Malaga ermöglicht.
Nach der Burg geht’s durch einen kleinen Park voller Orangenbäume in den Hafen, wo wir uns einen Drink auf der Terrasse einer Bar mit Blick auf die Stadt & den Hafen gönnen. Gestärkt spazieren wir entlang der Hafenpromenade, welche zu einer Einkaufs- und Restaurantmeile umgewandelt wurde, am Leuchtturm vorbei bis zum Ende der Hafenmauer. Von da hat man einen tollen Blick auf den Strand. An diesem gehen wir als Abschluss unseres Malaga-Tages noch eine Weile entlang, bis wir mit dem Bus wieder zurück zu unserem Stellplatz fahren.