Buongiorno!
Heute halten wir die Füße resp. die Räder still!
Wir stehen 15 Meter vom Meer direkt am Strand auf einem Campingplatz in Albenga (IT). Es windet, regnet und ist kühl draußen – einfach ungemütlich. Also perfektes Wetter, um die ersten Tage Revue passieren zu lassen, zu räumen und ein Update unserer bisherigen Reise zu machen.
Am Mittwoch den 27.10.2021 um 14.00 Uhr haben wir den Schlüssel zur Wohnung, sowie auch den Schlüssel vom Wohnmobil gedreht und sind auf unsere Reise gestartet – unser Ziel: die Kanarischen Inseln. Wir haben uns entschieden Österreich noch an diesem Tag zu verlassen und bis ans Meer – nach Caorle – zu fahren. Gesagt – getan. Die erste Nacht auf einem Stellplatz in einer Lagune bei Caorle haben wir tief und fest geschlafen. Am nächsten Morgen das erste Mal dem Mittelmeer „Buongiorno!“ gesagt, um ihm dann wieder den Rücken zuzudrehen und Richtung Westen zu fahren mit dem Ziel am Gardasee die nächste Nacht zu verbringen. Das uns LKWs auf der Autobahn überholen, daran haben wir uns bereits am ersten Tag gewohnt und nehmen wir bereits ohne Kommentar hin 😉
Am Freitag wollen wir weniger Autobahn fahren, damit wir etwas mehr von der Landschaft und den Dörfer sehen. In Italien bedeutet dies aber leider auch mindestens jeden 2. Kilometer um einen Kreisel zu kurven – mit dem Wohnmobil auch nicht gerade der Spaß. Doch Timo meistert das ohne Probleme und wir fahren den Parkplatz am Comersee an, welchen wir uns für die Nacht ausgesucht haben. Kaum geparkt, werden wir freundlich von einer Anwohnerin darauf hingewiesen, dass wir da nicht über Nacht stehen dürfen – also geht es weiter… von Lecco bis Como am See entlang – eine wunderschöne Strecke für den Beifahrer, nicht aber unbedingt für den Fahrer eines Wohnmobils… Glücklicherweise ist unser Wohnmobil so klein und wendig, und wir fahren links rum, so dass wir nicht am Fels entlang müssen, sondern nur an Bäumen und der Leitplanke. Solange keiner entgegen kommt – kein Thema, wenn doch, dann geht es halt langsam und mit Millimeterarbeit aneinander vorbei. Am Ende erreichen wir und das WoMo unbeschadet den Parkplatz direkt am See, wo wir nicht alleine stehen um die Nacht zu verbringen. Die Nacht wird leider aufgrund einer Geburtstagsparty in der benachbarten Kneipe und einem egoistischen Mit-Camper etwas unruhig und kurz – wird aber sicher nicht die letzte schlechte Nacht gewesen sein 😉
Mit dem Ziel wieder zurück ans Meer auf einen Campingplatz zu kommen, geht es am Samstag direkt auf die Autobahn Richtung Genua. Es ist der erste Tag seit unserem Start bewölkt und nieselt sogar etwas, was bei einem Fahrtag wie diesen aber nicht relevant ist. Je weiter wir gegen Süden kommen, desto mehr Wohnmobile sind unterwegs und die Hoffnung steigt, dass auch der Campingplatz trotz Saisonende noch offen hat… Das tut er – und da stehen wir 15 Meter vom Meer direkt am Strand…