Blog,  Spanien

Hola!

Seit einer Woche sind wir nun bereits auf dem Weg und bereits heute wollen wir nach Spanien fahren – die Zeit fliegt und der Kilometerzähler zählt munter hoch… Uns bleiben noch knappe 2 Wochen bis die Fähre in Cádiz auslaufen wird, was zum Entscheid führt, dass wir das Reisetempo etwas zurück schrauben wollen.

Von Le Grau du Roi fahren wir zeitig los, entscheiden dann aber nach einem kurzen Küstenstück die Autobahn zu nehmen, um auch gut vorwärts zu kommen. Gemütlich (um nicht «langsam» zu sagen) rollen wir in die Berge, passieren die letzte Mautstation Frankreichs und dann mitten im nix ein Schild «Espania» – na dann geht’s nun in Spanien weiter 😊

Unseren ersten Stellplatz in Spanien fahren wir kurz nach der Grenze in L’Estartit an. Ein von der Stadt zur Verfügung gestellter Platz, super gepflegt und unkompliziert. Und dank dem richtigen Timing von Claudia, Preisreduktion auf die Winterpreise, duschen wir am Ende sogar 10 Minuten warm – um sonst… Gefühlt wie neugeboren, fahren wir im ersten Teil noch Autobahn, doch dann ein langer Teil der Küste entlang in Richtung Barcelona. Super schöne, aber auch anstrengende Strecke – leider mit allen Aussichtsparkplätzen auf der falschen Straßenseite (fahrt die Ostküste Spaniens nie im Uhrzeigersinn ab)… Der erste von uns anvisierte Stellplatz vor Barcelona ist bereits zu unserer Ankunftszeit um 16.00 Uhr voll 😮 Mit einem etwas mulmigen Gefühl fahren wir den 2. Stellplatz (um nicht Parkplatz zu sagen) an, wo wir ohne Probleme einen Platz zugewiesen bekommen. Somit steht unserem 2-tägigen Besuch in Barcelona nichts im Weg, auf welchen wir gerne in einem separaten Blog eingehen werden 😊

Mit der Zeit im Nacken und der Tatsache, dass es kaum eine Strasse gibt, welche näher am Meer entlang fährt, als die E-15 «Autopista del Mediterraneo», entscheiden wir einen Fahrtag einzulegen und bis nach Valencia durchzufahren. Ja, es gäbe viele schöne kleine Örtchen, die man sich anschauen sollte, doch dafür benötigt man einerseits Zeit und andererseits ein anderes Fahrzeug – wir behalten also unser Ziel «Cádiz» im Auge und fahren schweren Herzens von Großstadt zu Großstadt.

Valencia überzeugt uns beide sehr (siehe den folgenden Städteblog Spaniens), doch drängt uns die Zeit weiter. Nach einer Nacht beim Leuchtturm Cape Palos, welche garantiert in die Liste der schönsten Stellplätze unserer Reise eingehen wird, geht es nach Malaga. Einen Stellplatz in Malaga zu finden ist so gut wie unmöglich, einer davor nicht viel einfacher… Wir haben Glück und finden dann doch noch einen Platz in Cala del Moral, welcher zwar nicht billig ist, jedoch direkt am Meer und mit Busanbindung nach Malaga (folgt ebenfalls im Städteblog Spanien).

Voller Motivation zeitig am Stellplatz in Gibraltar zu sein, fahren wir früh vom Stellplatz in Malaga los und sind dann auch schon vor dem Mittag am Stellplatz vor Gibraltar. Wir geben es zu – wir haben uns beide über Gibraltar keine Gedanken gemacht und fahren am Ende nach 1.5 h recherchieren und diskutieren vom Stellpatz, der uns 7 Euro gekostet hat :-P, wieder ab und machen uns auf den Weg nach Tarifa. Wir fahren nach Tarifa einen Campingplatz an, welcher sich als Highlight der bisherigen Reise entpumpt und uns tatsächlich 3 Nächte lang festhält. Wir stehen fast direkt am Meer, unter Bäumen mit top Infrastruktur – was will man mehr?! Am einen Tag fahren wir mit den Räder die 8 km nach Tarifa und am Anderen spazieren wir «gemütlich» (die Flut lässt Grüßen) dem Strand entlang und lassen es uns gut gehen.

Am 15.11. machen wir uns zeitnah, frisch geduscht und mit allem ready, auf den Weg nach Cádiz – der letzte Stellplatz auf dem Festland wartet auf uns. Nur von einer Mauer vom Meer getrennt stellen wir das Wohnmobil auf einem dafür vorgesehenen Parkplatz ab und erkunden sowohl Cádiz, als auch das Fährenterminal zu Fuss, bevor wir uns für den Sonnenaufgang auf die Mauer setzen. Ein wunderschöner Abend, um sich vom Festland zu verabschieden und mit einem Schweizer Ehepaar ins Gespräch zu kommen, welches direkt vor uns steht.

Und dann geht’s auf die Fähre, worüber wir dann im übernächsten Blog schreiben werden…